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Nachrichten > Kultur und Bildung

Lieder, die die Einsamkeit beschreiben

(ag) Die „Winterreise“ von Franz Schubert mit Gedichten von Wilhelm Müller gehört zu den Glücksfällen der kompositorischen und lyrischen Literatur. Ein Glücksfall war es auch, heute im Eberbacher Evangelischen Gemeindehaus den Bassbariton Heinz Maraun in Klavierbegleitung von Margaret Singer dazu zu hören.

Bereits beim Eingangslied „Gute Nacht“ in Cis-Moll mit dem berühmten Text „Fremd bin ich eingezogen. Fremd zieh ich wieder aus.“, konnte man erahnen, dass ein besonderer Sänger hierher gefunden hatte, ein Sänger der guten alten gesanglichen Schule, bereitete er mit seiner starken einfühlsamen Stimme dem Publikum ein Gänsehautgefühl. Spätestens in der „Wasserflut“ beim Vers „Und der weiche Schnee zerrinnt.“, wusste man dann, dass sich ein großartiger Künstler in Eberbach zur Winterzeit eingefunden hatte.

Franz Schuberts Liederzyklus ist sicherlich keine leichte Kost. Sind es doch traurige, dramatische und ahnungsvolle Stücke, die sich mit dem Tod, mit dem Vergehen, aber auch mit der Liebe beschäftigen. Auch ist es ein Werk, welches eine bestimmte innere Reife des Vortrags und eine vollherzige Interpretation erfordert, wie sie auch vom Klavier her durchgehend geleistet wurde. – Heinz Maraun hat spielend leicht eine Flamme im Herzen des Publikums entfacht, wie sie nur große Meister erzeugen und vor allem so stille halten können. Er bannte mit seiner Basslage, seinem luftvoll umgreifenden und stürmischen Ton Schuberts Schmerz in diese Musik der saturnischen Einsamkeit, die vielleicht in „Der Leiermann“ mit ihrer Hoffnungslosigkeit in den leeren Quinten den stärksten Ausdruck fand.

Der Künstler ist kein unbekannter in Eberbach, wirkte er die letzten Jahre bei den Zwingenberger Schlossfestspielen mit, zuletzt 2006 in „Wiener Blut“. Und wie wir von ihm hörten, kommt er gerne nach Eberbach, eine Stadt voll dichter Atmosphäre, aber auch die Gastfreundschaft mag ihn wohl angezogen haben, hatte man ihn doch ohne Umschweife ins Pfarrhaus in Neckargerach einquartiert. – Wenn der mit seiner künstlerischen Heimat Hannover verbundene Opernsänger schon nicht da bleiben kann, wäre es zu wünschen, dass er wiederkäme, vielleicht auch vor mehr Publikum auftreten könnte, bedauerlicherweise hatten nur wenige Eberbacher ins Gemeindehaus gefunden.

28.01.07

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