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Poetry und Blues für Fortgeschrittene


(Foto: Thomas Wörner)

(tw) Ein großes Glück sei es gewesen, einen Termin mit den beiden Künstlern für einen Auftritt beim Kulturlabor zu finden, sagte Prof. Jaques Outin, deutsch-französischer Lyriker, Essayist und seit vielen Jahren im Neckartal ansässig, bei seiner Vorstellung des Duos am Freitagabend in der Galerie Artgerecht.
Poetry Slam sei eine zeitgemäße lyrische Darstellungsweise und Karsten Hohage, alias Grohacke die Nr.1 im Süden Deutschlands. Er war Gewinner der Poetry Slam Reihe des WDR, fand Einzug in die Reclam-Unterrichtsbücher über das Genre und ist bei Poetry Slams überall im deutschsprachigen Raum zu finden.
Michael Uhl ist schon lange Jahre mit Karsten Hohage befreundet, so Jaques Outin weiter, aber erst seit 2004 treten die beiden auch gemeinsam auf. Uhl ist mit der Gitarre für den Blues zuständig, obwohl von Hause aus Regisseur, der erst am vergangen Wochenende eine Premiere am Kieler Theater zu bestreiten hatte.

Mit ihrem Programm "Seite an Saite" hatten Grohacke und Uhl jedoch nicht nur einfach Poetry und Blues mit in die Galerie gebracht. Im Wechsel oder auch mal gemeinsam gibt es Nachdenkliches, Skurriles, Komisches, Besinnliches, Gedichte, Geschichten, Schüttelreime, Mundart-Blues, Rap und Gecovertes.

Grohacke vermittelte warum Odysseus es "mit nicht nach dem Weg fragen" zu einem der größten Epen der Weltgeschichte brachte. Oder er beschreibt sein Verhältnis zum "Ficus benjamini" namens "Benne", einer Zimmerpflanze die ihm, nachdem er keine Freunde mehr hat, beisteht und in allen Lebenslagen berät. In "der Tag danach" erzählt "Grohacke" eindrucksvoll von seinem "Kater" nach einem Trinkgelage. Seine körpersprachebetonten atemberaubenden Wortkannonaden sind unterbrochen von langsameren, ruhigeren Passagen, die auch einmal Raum lassen für bisher unterdrückte "Lacher" oder um "gedanklich aufzuholen".

Nicht weniger anspruchsvoll waren Michael Uhls Liedbeiträge mit Gitarre, Mundharmonika, Kazoo und Maultrommel begleitet. Im "Volksblues", wie er es einmal selbst genannt hat, besingt er das Trendy Trainer Oberteil ebenso wie das tragische Schicksal eines Irischen Arbeiters oder ein Liebeslied. Uhl bedient sich auch einige Male des Schwäbischen. In "I wois net wi mer isch" erntet er die nahezu ungeteilte Sympathie und Zustimmung des Publikums mit den Zeilen "I bin jo Fan vom VFB, aber Hoffeheim wär a grad schee".

Schade dass am Freitag die Schar der Zuschauer recht übersichtlich war. Die aber gekommen waren hatten sichtlich ihren Spaß. Das Duo Grohacke und Uhl konnte erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen.

14.12.08

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