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Ein Kind lernt, was es für seine Entwicklung braucht


(Foto: privat)

(bro) (cru) Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres hat sich in der Tagesstätte St. Josef der pädagogische Ansatz verändert: Kinder kommen und gehen, laufen in den Fluren, wechseln ihre Räume, nutzen den Hof, stecken ihre Namensklammern um, treffen sich zum Vespern im Bistro. Es gibt Entwicklungsfelder statt klassischer Angebote und Bildungsräume statt Gruppenzimmer. Auf den ersten "Blick" scheint dieses Arbeiten verwirrend und undurchsichtig, doch beim genaueren Betrachten wird das System schlüssig:

Offenheit bedeutet vor allem offen sein für die Interessen, Entwicklungsstufen, Bedürfnisse und Neigungen der Kinder sowie ein offener, wertschätzender Umgang der Erwachsenen untereinander.

Beim offenen Arbeiten werden die Türen der Gruppenräume zeitweise geöffnet. Dadurch erweitern sich Erfahrungsmöglichkeiten auf das gesamte Umfeld im Kindergarten. Die Kinder können dementsprechend zu bestimmten Zeiten die Stammgruppe verlassen und sich in anderen Gruppen aufhalten. Sie erweitern so ihre Kontakte und Spielmöglichkeiten. Projekte können gruppenintern oder für alle angeboten werden.

Die bisherigen Funktionsecken sind zu Gunsten von Funktionsräumen aufgelöst. Im Atelier, Bau- und Konstruktionszimmer, der Bibliothek lernen die Kinder selbst bestimmt und selbst bildend und erfahren ihre Umwelt nach eigenen Bedürfnissen.

Das pädagogische Personal versteht sich als engagierter, unterstützender Begleiter im Freispiel, gibt Anregungen und gestaltet die Umgebung interessant und anregend. Die Erzieherinnen beobachten dabei sehr intensiv die Gruppe und einzelne Kinder, um gegebenenfalls neue Impulse zu setzen und individuell neue Erlebniswelten für die Kinder interessant zu machen. Durch die ganzheitliche Sichtweise und die unterschiedlichen Beobachtungen, die im Team zusammengetragen werden, kann beim Kind jeweils individuell der Entwicklungsstand (orientiert an den Stärken und Interessen des Kindes) gefördert und somit Lern-Motivation und Neugierde erhalten werden.

Stammgruppen bleiben erhalten, sodass es das Gefühl von Zusammengehörigkeit, Geborgenheit, dem Wissen um die Bezugserzieherin, Sicherheit und Bindungsmöglichkeiten gibt. In der Stammgruppenzeit zwischen 11 Uhr und 11.45 Uhr wird dies durch gemeinsame Aktivitäten, wie Geburtstagsfeiern, Gesprächskreise, gemeinsames Singen und Spielen gestärkt.

Da sich die Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren in diesem System verlieren können, wurde eigens für sie ein separates Zimmer eingerichtet. Im Käferzimmer finden sie bis zum Übergang in ihre spätere Stammgruppe altersgerechte Spielpartner, -angebote und -materialien.

Unterstützung bekommt das Team von St. Josef auf unterschiedliche Weise. Einmal durch den Träger, der eine begleitende Fortbildung mit einer kompetenten Referentin genehmigt hat. Durch die Eltern, die das System mittragen, die Idee unterstützen und sich über Veränderungen freuen, obwohl auch sie die Zeit der Orientierungsfindung ihres Kindes zum Teil verunsichert. Durch den Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg, der die selbst bildende Arbeit quasi unumgänglich macht und durch aktuelle Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und der Hirnforschung, die zusammenfassend feststellen, dass nachhaltiges Lernen über die konkreten Bedürfnisse des Kindes geschieht. Ein Kind lernt, was es für seine Entwicklung braucht. Die dabei erworbenen Kenntnisse und das entstehende Wissen bleiben im Gedächtnis haften.

Bereits Konfuzius prägte vor vielen Jahren den Spruch: "Ich höre und vergesse - Ich sehe und erinnere - Ich tue und verstehe". Kinder treten dementsprechend über ihr neugieriges Lernverhalten mit ihrer Umwelt in Kontakt, erforschen, untersuchen, beobachten, probieren aus und das unter Einbeziehung möglichst aller Sinne. Spielen ist also Lernen. Und dieses Lernen unterstützt der Kindergarten St. Josef nun mit der "neuen" Form der Lernangebote.

02.10.09

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