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Nachrichten > Kultur und Bildung

Erhellendes Klangerlebnis mit Musik zur Nacht


(Fotos: Wörner)

(tw) Am Samstagabend begeisterten die MusikerInnen der Jungen Kammerphilharmonie Rhein-Neckar einmal mehr ihr Eberbacher Publikum. Mit dem Titel „Verklärte Nacht“ präsentierte das Orchester unter der Leitung von Thomas Kalb den Zuhörern in der Stadthalle drei ganz unterschiedliche „Nacht“-Stücke verschiedener Komponisten (wir berichteten).

Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem einem 1. Preis beim internationalen "Summa cum laude"-Wettbewerb in Wien kann sich die Junge Kammerphilharmonie Rhein-Neckar zu den besten nicht-professionellen Kammerorchestern Deutschlands zählen. Thomas Kalb, ehemaliger Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Heidelberg und regelmäßiger Gast bei den Sinfonieorchestern und Opernbühnen der internationalen Musikmetropolen ist seit 2007 auch Leiter der Jungen Kammerphilharmonie.
Nach einer kurzen Begrüßung führte Kalb Orchester und Zuhörer zu Modest Mussorgskys „Nacht auf dem kahlen Berge“. Einer Sage nach treffen sich in der Johannisnacht (Vorabend zum kath. Hochfest der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni) Hexen und Zauberer auf dem kahlen Berg in der Nähe Kiews zum Hexensabbat, um die Ankunft Ihres Herrn des Teufels zu feiern. Diese meist Gespielt wurde das Stück in der Bearbeitung von Nikolai Rimski-Korsakow, Lehrer und langjähriger Freund Mussorgskys, der nach dessen frühem Tod die „wilde und schroffe Komposition“ etwas glättete. Er verkürzte auch den Hexensabbat stark. Dieser endet in der Version von Rimski-Korsakow mit dem Glockenläuten (Cello) einer fernen Dorfkirche. Daraufhin zerstreuen sich die bösen Geister und der neue Tag beginnt.
Weiter ging es mit Dimitri Schostakowitschs „Kammersinfonie op. 110a“, einer Bearbeitung seines achten Streichquartetts op. 110 für Streichorchester durch den Leiter des Moskauer Kammerorchesters Rudolf Barschai. Diese „autorisierte“ Bearbeitung wurde von Schostakowitsch unter der Nr. 1684 in sein Werksverzeichnis aufgenommen. Die große Beliebtheit der Kammersinfonie trug auch maßgeblich zur Bekanntheit des Streichquartetts selbst bei. Dieses schrieb Schostakowitsch 1960 während eines Aufenthalts in der Nähe von Dresden zu Dreharbeiten zum sowjetischen Film „Fünf Tage und fünf Nächte“, der die Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg dokumentieren sollte. Die Interviews mit Zeitzeugen beeindruckten Schostakowitsch angeblich so sehr, dass er in nur drei Tagen das Quartett schrieb und es den Opfern des Krieges und des Faschismus widmete.

Nach einer Pause drehte sich im zweiten Teil des Programms alles um Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Vertonung eines Gedichtes, aus der Sammlung „Weib und Welt“, des Deutschen Lyrikers Richard Dehmel aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Damit ist die „Verklärte Nacht“ wie die Werke im ersten Teil, auch dem Genre der Programmmusik zuzuordnen. Hierbei folgt die Musik einem außermusikalischen Programm, das eine bestimmte Vorstellung von Bildern und Geschichten schaffen soll und beispielsweise durch beigegebene Überschriften und Titel verdeutlicht wird. Arnold Schönberg vertonte das Gedicht 1899 in nur drei Wochen während eines Ferienaufenthaltes in Österreich als Streichsextett. Später bearbeitete er selbst “Verklärte Nacht” op. 4, noch zwei weitere Male für Streichorchester. Obwohl ein einsätziges Werk, sind die fünf Strophen des Gedichts erkennbar vertont.

Nach dem gleichermaßen für Orchester und Zuhörer anspruchsvollen Konzert gab es vom Publikum minutenlangen Beifall und von der Jungen Kammerphilharmonie Rhein-Neckar unter der Leitung von Thomas Kalb passend zum Thema als Zugabe Glen Millers „Moonlight Serenade“.

16.07.19

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